Riden in Silvaplana
Silvaplana ist der See, auf dem der Wind verkehrt herum weht. Normalerweise steigt ein Talwind tagsüber das Tal hinauf; im Oberengadin kommt er von unten aus dem Bergell über den Malojapass und bläst talabwärts über den See. Auf 1790 m, unter dem Piz Corvatsch, stellt jeder Sommertag dieselbe Frage: Kommt der Maloja heute? Genau diese Frage beantwortet das Urteil oben.
Die Winde, beim Namen
Malojawind. Der Wind dieser Seite. Die Felshänge des Bergells heizen sich am Morgen auf, der Talwind dort steigt bis zum Malojapass, schiesst darüber ins Oberengadin und wird von den Hangwinden verstärkt. SRF Meteo nennt an typischen Tagen 4 bis 5 Beaufort auf dem Silvaplanersee mit Böen um 6 Beaufort. Er setzt kurz vor Mittag ein, im Hochsommer eher um 11 Uhr, im Frühsommer auch erst gegen 14 Uhr, und flaut am späten Nachmittag ab. Am Kitebeach kommt er side-onshore von rechts.
Julierwind. Das andere Regime: Bei stabiler Nordwestlage fällt der Wind vom Julierpass direkt über Silvaplana auf den See. Er ist der stärkste Wind am See, mit Spitzen bis 8 Beaufort, aber ablandig und oft böig. Einige erfahrene Windsurfer lieben ihn, weil sie den See dann fast für sich haben.
Wann es sich lohnt
Die Thermik funktioniert von Mai bis September, am besten im Juli und August. Von etwa Mitte Januar bis Mitte April ist der See zugefroren, dann wird auf dem Eis gesnowkitet, und diese Seite hat nichts zu sagen. Das Wasser bleibt das ganze Jahr kalt.
Worauf zu achten ist
Der Julierwind (WNW) ist ablandig und böig: er drückt dich vom Ufer weg. Nord- und Ostwind sind oft böig. Das Wasser liegt auf 1790 m und bleibt kalt, im Frühsommer unter 10 °C. Kite- und Windsurfzone sind strikt getrennt, der Einstieg ist nur am offiziellen Kitebeach erlaubt, und auf dem Lej Suot und dem Lej da Champfèr ist jeder Wassersport verboten.
Anfahrt
Der Kitebeach liegt bei Mulets am Nordostende des Sees, unterhalb des Dorfes Silvaplana, neben dem Camping und dem Surfcenter. Freie Kiter lösen dort die Mitgliedschaft bei Swiss Kitesurf.